
Steckbrief
Deutscher& Lateinischer Name
Archachatina Marginata Ovum
Afrikanische Riesenachatschnecke
Größe
Hier wird ein Unterschied zwischen den Farbzuchten und den wildfarbenen Tieren gemacht. Die Farbformen erreichen bei weitem nicht die Größe der wildfarbenen Vertreter ihrer Art.
Bei den Größenangaben wird immer die Größe des Häuschens berücksichtigt.
Farbformen:
Albina & Silver sind die kleinsten Farbschläge und werden im Schnitt nicht grösser als 13cm
Dann kommen die albinistischen Farbformen die 15cm erreichen können
und die wildfarbenen Tiere können im Normalfall bis 18cm aber auch im Extremfall bis 20cm länge erreichen
Gewicht
Auch hier kommt es auf die Farbschläge an
Albina& Silver werden ca. 200-300g
Die albinistischen Farbschläge werden bis 500g
Die Wildformen werden bis max. 1Kg (1000g)
Herkunft
Diese Schneckenart lebt in den regenwaldähnlichen Gebieten Afrikas, in denen eine permanent hohe Luftfeuchtigkeit und eine üppige Vegetation herrschen. Genauer gesagt erstreckt sich ihr Lebensraum von Kamerun bis zur Demokratischen Republik Kongo.
Alter
Die Tiere werden unter guten haltebedingungen 5-8 Jahre alt
Diese Art wird mit ca. 20 bis 22 Monaten Geschlechtsreif.
Vermehrung
Wie alle Schnecken ist auch diese Art ein Zwitter, was bedeutet, dass sie sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane besitzt. Es kommt daher nicht selten vor, dass sie sich gegenseitig befruchten, was bedeutet, dass nach einem Gelege oft ein zweites folgt.
Sie legen 5 bis 12 ziemlich große Eier pro Gelege.
Die Eier dieser Schneckenart haben eine Inkubationszeit von etwa 40 Tagen, wobei die genaue Dauer je nach Temperatur variieren kann.
Wenn Sie nicht züchten möchten oder bereits genug Jungtiere haben, sammeln Sie bitte die Eier ab, packen Sie sie in den Gefrierschrank (2 bis 4 Tage) und entsorgen Sie sie dann in einem kleinen Plastikbeutel im Haushalts Müll.
Aktivität
Unsere Großen Schleimer sind normalerweise dämmerungs- und nachtaktiv, aber sie können auch neugierig aus ihrem Versteck kommen, wenn es verlockend duftet.
Diese Art zählt zu den scheueren Vertretern und es braucht ein wenig Fingerspitzengefühl und Geduld, um sie an den Halter zu gewöhnen. Wenn das jedoch gelingt, können sie auch mal neugierig aus ihrem Versteck kommen. Hier kann man auch mit Leckerlis arbeiten, um sie hervorzulocken, allerdings ist dies auch stark vom individuellen Charakter abhängig – bei manchen funktioniert es, bei anderen nicht. Ein gutes Indiz dafür, ob sich die Tiere wohlfühlen, ist die Schleimigkeit des Fußes.
Je schleimiger das Tier ist, desto unwohler oder gestresster fühlt sich unser Schleimer, denn das ist ihr Abwehrmechanismus. Im Normalfall sollte sich der Schneckenfuß anfühlen wie eine Kuhnase. Geben Sie dem Tier mehr Ruhe und Zeit und gehen Sie langsamer vor, hald im Schneckentempo.
Charakter
Die Tiere sind zu Beginn im Normalfall ziemlich scheu und zurückgezogen, das ändert sich aber recht schnell, wenn sie sich wohl fühlen. Bei mir hat es etwa zwei Monate gedauert, bis ich sie gut beobachten konnte und sie annähernd täglich unterwegs waren. Sobald sich die Kleinen eingelebt haben, werden sie neugieriger und erforschen gerne alles. Das merkt man auch, wenn man neue Einrichtung oder neues Futter… Ähm… Pflanzen einsetzt. Diese werden dann ganz genau unter die Lupe genommen und angeknabbert. Ab diesem Zeitpunkt kann man auch beginnen, die Schleimer an die Hand zu gewöhnen. Dazu muss ich jedoch auch sagen, dass es keine Kuscheltiere sind und ich nicht möchte, dass dies so verstanden wird. Allerdings ist es immer einfacher und angenehmer, wenn man sein Haustier handhaben kann, besonders wenn Krankheiten oder ähnliches ins Spiel kommen sollten. Es kommt jedoch nicht selten vor, dass unsere Riesen wirklich zutraulich werden. Sie sind auch ziemlich intelligent und mögen es ab und zu etwas Neues im Terrarium zu haben, um es zu erforschen. Es scheint, als könnten sie sich auch langweilen, wenn alles zu monoton wird.
