Nützlinge und Mitbewohner

Nützlinge
Enchyträen
Regenwürmer
Springschwänze
Asseln

Mitbewohner
Tausendfüßer
Käfer
Andere Schneckenarten

Nützlinge

Enchyträen

Enchyträen sind ziemlich unscheinbare kleine weiße Würmer die max 3 cm erreichen. Sie zählen zu den Nützlingen da sie wie Springschwänze und Asseln zu den Destruenten (Zersetzern) Gehören. Somit helfen sie uns das Terrarium sauber zu halten.

Man findet sie ab und an als lebend Fischfutter in der Aquaristikabteilung

Regenwürmer

Auch mit den Regenwürmern haben wir einen weiteren Zersetzer in unser Terrarium eingeladen, der vor allem abgestorbene Blattmassen vertilgt. Dies kann vorteilhaft sein, wenn man zum Beispiel mit Katzengras arbeiten möchte, denn unsere Dampfwalzen knicken gerne die Halme um, welche dann beginnen zu verrotten und so auf dem Boden liegen. Unter anderem sind sie nützlich im Bezug auf die Auflockerung des Bodens. Mit einigen Würmern darin setzt sich der Boden nie so stark, dass die Schnecken Mühe bekommen, sich einzugraben.

Auch Würmer sind Zwitter und können sich bei uns vermehren, was aber nicht sonderlich schlimm ist, da es viele Tiere gibt, die Würmer fressen, spätestens wenn man jemanden kennt, der ein Aquarium hat mit größeren Fischen.

Regenwürmer können dazu beitragen dass das Terrarium schneller verschlammt.

Kleinere Ansätze findet man zum Beispiel im Fischereibedarf und große Mengen online mit Suchbegriffen wie „Wurmbox“ oder „Wurmkomposter“.

Riesen Rotwurm/ Dendrobena

Dendrobenas sind bis zu 10 cm lange Würmer, aktive und lebhafte Würmer. Sie können sich auch im Terrarium vermehren und können nebenbei noch als Angel- oder Futterwurm Verwendung finden, da sie kein Abwehrsekret bilden.

Kompost- oder Gartenwürmer

Der Kompostwurm wird 6 bis 12 cm lang und ist schlanker als der oben genannte Rotwurm.

ACHTUNG: Diese Würmer können sich explosionsartig vermehren.

Kanadischer Tauwurm

Dieser Tauwurm wird sehr groß. Mit einer Körperlänge von 9-30 cm und einem Durchmesser von bis zu 10 mm sollte man sich zweimal überlegen, ob man sie in unser Terrarium setzen möchte. Der große Vorteil dieser Würmer ist allerdings, dass die Vermehrung im Terrarium tendenziell unwahrscheinlich ist.

Springschwänze

Auch bei Springschwänzen gibt es verschiedene Arten, die alle an und für sich gut geeignet sind. Auch bei diesen Tieren spricht man von der Bodenpolizei, und es ist sehr empfehlenswert, sie einzusetzen. Die Schnecken stören sich absolut nicht daran.

Tropischer Springschwanz


Das ist ein kleiner weißer Springschwanz und der Klassiker, den man normalerweise überall bekommt. Er bleibt ziemlich klein und vermehrt sich gut.

Sinella curviseta (der grosse Springschwanz)

Onychiurinae sp. Snow Flakes

Auch hier handelt es sich um einen weißen Vertreter der Springschwänze, allerdings wird dieser ein wenig größer.

Bilobella sp. „rötlicher Springschwanz“

Eine etwas teurere Variante, aber dafür optisch ein wenig interessanter, ist der Rötliche Springschwanz, wenn man etwas Farbigeres im Terrarium haben möchte.

Yuukianura Aphoruroides orange

Der etwas kleinere, orange Vertreter.

Asseln

Auch bei Asseln spricht man häufig von Bodenpolizei, allerdings finde ich das sehr schade, denn es gibt so viele Arten, die sich sowohl in Farbe als auch in Form und Größe unterscheiden. Hier möchte ich euch einfach mal einen Überblick verschaffen, aber ich empfehle hier, sich auch selbst zu informieren, was man haben möchte, da ich es hier niemals schaffen werde, auch nur annähernd alle aufzulisten.

Viele Asseln vermehren sich sehr gut im Schneckenterrarium, und das Herausfangen, falls man eine andere Art haben möchte, ist dementsprechend schwierig. Dennoch sollte man sich stark vermehrende Asseln immer wieder mal ein wenig absammeln, da sie sonst in zu großer Anzahl für die Schnecken störend werden können. Ich empfehle daher, eine Art zu wählen, die sich nicht so explosiv vermehrt.

Mitbewohner

Es gibt Leute, die gerne Gesellschaftsterrarien haben, und das kann interessant sein und bei einigen gut funktionieren. Ich persönlich bin jedoch geteilter Meinung, da es von vielen Komponenten abhängt, ob das funktioniert. Neben der Temperatur und Luftfeuchtigkeit spielen auch die Platzanforderungen, das Futter und die Einrichtung eine Rolle.

Mein Fazit ist, wenn man es versuchen möchte, ist das okay, aber man sollte immer einen Plan B zur Hand haben, falls sich das ein oder andere Tier gestört fühlt.

Tausendfüßer

Tausendfüßer sind Mitbewohner, bei denen ein gelungenes Zusammenleben unter guten Voraussetzungen möglich ist. Es ist vorteilhaft, einen höheren Bodengrund zu verwenden, da sich sowohl Schnecken als auch Tausendfüßer gerne vergraben. Dies kann zu Unruhe führen, da sich beide Tiere vergraben, um zur Ruhe zu kommen bzw. sich zu häuten. Daher ist es wichtig, darauf zu achten, dass sie sich nicht gegenseitig stören.

Käfer

Käfer können in Gesellschaftsterrarien schwieriger sein, nicht unbedingt die Käfer selbst, sondern eher die Larven, die in der Erde leben. Diese Larven haben nichts gegen eine Proteinquelle und können bei Bedrohung beginnen zu beißen, was den sich vergrabenden Schnecken zum Verhängnis werden kann. Es ist daher ratsam, nur männliche Käfer zu halten, da diese selten bis nie graben und somit keine Larven entstehen. Zudem sollten vorzugsweise nur friedliche Käferarten wie zum Beispiel Rosenkäfer gehalten werden.

Andere Schneckenarten

Das Mischen verschiedener Schneckenarten ist ein absolutes No-Go. Es entstehen so oder so Schäden. Kleinere, dünnschalige Schnecken werden zerschlagen, wenn unsere großen Schnecken herunterfallen, während größere Arten sich kreuzen können und die Nachkommen nicht lebensfähig sind, da sie Probleme mit der Eiablage bekommen (z.B. Lissachatina fulica oder Lissachatina reticulata). Das einzige, was theoretisch funktionieren könnte, wären andere Archachatina-Arten, also solche mit ähnlicher Ei-Größe. Dennoch rate ich dringend davon ab, da Hybride entstehen könnten.